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Kapitalanlage

Cashflow richtig rechnen

5 Min. Lesezeit

Viele rechnen ihren Cashflow falsch — weil sie wichtige Kostenpositionen vergessen. Hier ist die vollständige Formel, die Profis nutzen.

Die häufigste Fehlerquelle: Cashflow ≠ Miete minus Rate

Anfänger rechnen: Kaltmiete 900 € minus Annuität 750 € = 150 € Cashflow. Klingt gut. Ist aber falsch, weil mehrere Kostenpositionen fehlen. Realistisch betrachtet kann dieser „Überschuss” schnell zu einem Defizit werden.

Die vollständige Rechnung berücksichtigt alle laufenden Kosten, nicht-umlagefähige Betriebskosten, Instandhaltungsrücklagen und Verwaltungsaufwand.

Die vollständige Cashflow-Formel

Einnahmen: Kaltmiete (nur die — keine Nebenkosten, die du durchleitest).

Abzüge: (1) Annuität (Zins + Tilgung). (2) Hausgeld-Anteil, der nicht auf den Mieter umgelegt werden darf — typischerweise Verwaltungskosten und Instandhaltungsrücklage, ca. 150–300 €/Monat. (3) Nicht-umlagefähige Betriebskosten wie Grundsteuer (falls nicht umlagebereinigt) oder Versicherungsanteile. (4) Eigene Instandhaltungsrücklage: mindestens 1 €/m²/Monat. Bei 60 m² also 60 €/Monat.

Beispiel: 900 € Kaltmiete − 750 € Annuität − 200 € Hausgeld (nicht umlegbar) − 60 € Rücklage = −110 € Cashflow. Das Objekt kostet dich 110 € im Monat. Ist das schlecht? Nicht unbedingt — wenn die Steuerersparnis durch AfA und Zinsabzug 200 € im Monat beträgt, bist du netto im Plus.

Leerstand einkalkulieren

Kein Mieter wohnt ewig. Plan mit durchschnittlich 1–2 Monaten Leerstand alle 3–5 Jahre. Das entspricht ca. 2–3 % der Jahreskaltmiete als Risikoabzug. Bei 900 € Miete: rund 18–27 € monatliche Reserve.

Steuerrückerstattung als echter Cashflow-Baustein

Viele Vermieter vergessen: Die jährliche Steuerrückerstattung aus Zinsen + AfA + Kosten ist echter Cashflow. Wer 2.000 € Steuern weniger zahlt, hat 167 € mehr im Monat — auch wenn dieses Geld erst mit der Steuererklärung kommt.

Wenn du den vollständigen Cashflow-Effekt sehen willst, inklusive steuerlicher Wirkung: Starte den Renditerechner auf immo.tommy. Dort siehst du die echte monatliche Belastung nach allem.

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